Nun liefen wir den Moorweg entlang. Links und rechts könnte man nur einsinkend, der hölzerne Pfad hält uns auf der Erde. In der Ferne sieht man kleine Lichter. Es ist Nacht. Eine sommernacht, die Sterne am Himmel werden von der übrig geblieben Sonne konkurriert. Man könnte glatt meinen Sie Wetten aneinander wer heller scheint. Somit waren Fotos der Sterne irgendwie hinfällig, auch wenn es irgendwie der dunkelste Ort Irland sein soll. Dunkel war es nicht so wirklich. Kalt sich nicht. Eher so nass, kalt und doch irgendwie stickig warm. Es lag irgendwie Demut in der Luft. Holzlatte für Holzlatte, schritt für schritt, gingen wir nun weiter den „dunklen“ weg. Wenn man sich hinlegt muss man sich den Nacken nicht verrenken, war die Gruppenweisheit des Abends. Wer auch immer es ausgeschrien hat. Irgendwann liegten alle den Lattenboden gleich. Nach 5-6 Fotos rüber zum See ist uns aufgefallen dass in der Ferne ein Hund bellt. Welcher Hund, und warum bellt er? Welche Dunkelheit, und warum Sterne? Wir stellten die Frage öfter, die Demut wurde schlimmer und die ersten vermissten ihr Hostel Bett. Somit wurden die Sachen wieder zusammengepackt und es ging zurück Richtung Auto Parkplatz. Der Weg war kurvig und hüglig, irgendwie so „3 Bier später“ wackelig und hatte nen lustigen Knick. Die Taschenlampen wurden kurz angemacht, es wurde laut aufgestöhnt und sogleich war es wieder dunkel auf dem Birkenholz. Auf einmal nahm ich im Augenwinkel ein zucken war. War es mal wieder ein Schaf? Die sind hier ja überall! Doch irgendwas stimmte nicht! Vor mir wurde die Hightech Taschenlampe wieder ins Leben gerufen. Es war ein Hund. Irgendwie lag er nun dort ganz alleine am Rand im Moor. Er war ängstlich. War dies hier sein Leben? Wer hat ihn hier gelassen? Ist sein Herrchen hier im Moor gestorben? Viele Fragen die mir einen Schauer über den Rücken jagten. Wie erklärt man sowas Kindern? Ein Hund weiß sich zum überleben zu verhelfen, doch wie erklärt man das einem Kind? Nach viel nachdenken war die beste Ausrede dass es dem Hund dort gut geht, und er dort lebt. Dies ist ja auch irgendwie die Wahrheit. Doch trotzdem Beschäftigten mich die Fragen, ist er dort alleine? Wartet er auf jemanden? Wurde er zurückgelassen? Gehört er dort hin? 

Viele Fragen für eine Nacht. 

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